Varunas Homepage




  (Seminare und Einzelsitzungen)

Runen







Die Runen sind als altgermanische Schriftzeichen bekannt. Woher sie ursprünglich stammen ist noch unklar, es gibt Hinweise auf die Skythen als das Volk welches diese Zeichen in den Norden brachten, mystisch werden sie auf den Göttervater Wotan zurückgeführt, der während seiner schamanischen Initiation durch die große Mutter selbst in ihre Mysterien eingeweiht wurde.

Ich weiß, dass ich hing am windigen Baum
neun lange Nächte.
Mit dem Ger verwundet, geweiht dem Odin
ich selbst, mir selbst.
An jenem Baum, da jedem fremd aus welcher Wurzel er spross.

Sie spendeten mir nicht Speis noch Trank
da neigte ich mich nieder
nahm auf die Runen,
nahm schreiend sie auf
und fiel zur Erde herab.

(frei nach der Edda)

Über die Bedeutung der Runen wurden viele Bücher geschrieben, die wahre Deutung findet man jedoch nicht in den Büchern, sondern nur durch die Runen selber, die sich einem offenbaren, wenn man sich diesen Wesenheiten mit Respekt annähert und ihnen aufmerksam zuzuhört. Man muss sie finden und kann ihre Öffnung nicht erzwingen. Die schamanische Reise eignet sich sehr gut dafür, man kann die Runen aber darum auch bitten, einem im Alltag zu erscheinen. Oft zeigen sie einem zunächst nur die äußere Seite, später dann, wenn sich ein Vertrauensverhältnis aufgebaut hat, enthüllen sie einem nach und nach immer weitere Fascetten ihrer vielschichtigen Persönlichkeit (bei mir hat es einige Jahre gedauert, bis ich alle Runen gefunden hatte und noch längst haben sich nicht alle Runen komplett vor mir enthüllt). Hat man dann Kontakt zum Wesen einer Rune bekommen, kann man sie für magische Zwecken, aber auch zum Orakeln als Verbündete gewinnen. In beiden Fällen müssen die geritzten Runen aktiviert werden. Dies geschieht dadurch, dass man sie mit Blut rötet.

Zum Orakeln selber habe ich folgende Methode entwickelt. Ich "erwecke" die Runen mit einem Spruch, der die Nornen beschwört (siehe unten). Befrage ich die Runen für eine andere Person lasse ich diese einmal kurz auf die Runensteine hauchen. Dann werfe ich sie auf ein weißes Tuch. Diejenigen, die mit der eingeritzten Rune nach oben liegen (offen sind) nehme ich erneut auf, die anderen werden zur Seite gelegt. Das wiederhole ich noch einmal und werfe dann ein drittes und letztes Mal. Die Runen, die nun offen liegen, werden gedeutet. Aus der Art des Musters, ihrer Beziehung zueinander und natürlich der Bedeutung der einzelnen Rune ersehe ich den Orakelspruch.

Eine Eibe weiß ich,heißt Yggdrasil
den hohen Baum netzt nachts der Nebel
von dort der Tau in Täler träufelt
immergrün er an Urdas Brunnen steht.
Von da drei vielweise Frauen sind
starke Stäbe schnitten sie
eine ward Urd, die andre Werdani, Skuld wird die dritte genannt
sie legen Lose, lenken Leben
der Menschen Schicksal, der Götter Geschick.



© Varuna Holzapfel 2009.