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Heimdall







Heimdall (Tiuz/Tyr/Tuisko) ist ein Aspekt des alten Himmelsgottes Tyr (Tuisko) von dem die alten Germanen ihre Abstammung herleiteten (daher auch der Name Tuiskland / Deutschland). Tyr war ursprünglich der oberste der Götter, wurde aber dann durch den aus Asien eingewanderten Wotan gestürzt und ab da als Sohn Wotans bezeichnet. Wahrscheinlich war Tyr ursprünglich ein Wane. Tyrs/Tuiskos Mutter ist Hertha, die später dem Bergriesen Hymir als Nebenfrau zugedichtet wurde. Sprichwörtlich war der Mut Tyrs, der als einziger Gott wagte, seine Hand dem Fenriswolf als Pfand zu bieten, die er dadurch verlor. Tyr ist auch als Schwertgott bekannt, das Schwert ist ein Attribut der Sonne, dieses Schwert gehört auch zu Tyrs Aspekt Heimdall (dessen Schwert heißt Haupt), genauso wie der Goldhelm und das Pferd Gulltop (Goldmähne) (Gold ist ein Symbol für die Sonne). Heimdall sitzt als Wächter der Götter in seiner Burg Himinbjörg (Himmelsburg) am Ende der Brücke Bifröst, die den Regenbogen darstellt. Er schläft nicht und wacht ununterbrochen. Er ist so weitsichtig und hellhörig, dass er das Gras und die Wolle auf den Schafen wachsen hört. Wer zu den Göttern will, muss an Heimdall vorbei. Wenn die Feuerriesen zur Götterdämmerung über die Brücke reiten wollen, warnt Heimdall die Götter durch den Ruf seines Gjallahorns (das schallende Horn).
Heimdall wurde von neun Schwestern, den Wellenmädchen (Töchter der Ran und des Aegir) geboren.
Ein anderer Name Heimdalls ist Rig.
Der Wochentag Heimdall/Tuisko/Tyrs ist der Dienstag (Tyrsdag/Tuesday). Bei den alten Sachsen wurde Tuisko dargestellt als Mann mit einem großen grauen Bart, gekleidet in das Fell eines wilden Tieres. In der rechten Hand hielt er ein Zepter, die linke streckte er mit ausgespreizten Fingern von sich. Der Dienstag war auch der Gerichtstag, Tag des Dings (Thing).
Heimdall lässt sich durch ein Trankopfer mit Met gerne zu Festlichkeiten einladen und mischt sich dann auch unter seine Kinder (die Menschen).



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