
(Seminare und Einzelsitzungen)
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Aegir und Ran

Aegir (auch Ägir/Ögir/Hler) ist der titanenhafte Gott des Meeres (Nordseeraum und Atlantischer Ozean). Er ist ein Riese (Jotun), ein Geschlecht welches den Asen und auch den Menschen eigentlich als feindlich gesonnen gegenüber steht, da sie sich in den ungezähmten Naturkräften manifestieren. Bei Aegir allerdings verhält es sich anders, mit ihm haben die Asen eine Art Waffenstillstand geschlossen und man besucht sich gegenseitig zu großen Festgelagen. Aegir besitzt einen magischen Braukessel, die niemals leer wird und aus dem heraus sich das Ael von selber aufträgt. Aegir ist unermesslich reich, so lässt er zu den Festmahlen die Wände mit Gold schmücken, welche dann ein helles Licht verbreiten, so dass man kein Feuer benötigt.
Wenn Aegir wütet, dann entstehen hohe Wellen und Sturmfluten, die vielen Menschen das Leben kostet. Hier nun tritt Ran, die Gemahlin von Aegir, auf den Plan. In ihrem Netz fängt sie die Seelen der Ertrunkenen und geleitet sie in ihr Totenreich, welches auf dem Grund des Meeres liegt. Aegir und Ran haben neun Töchter, die Wellenmädchen. Diese gelten auch als Mütter der Gottheit Heimdall, des Wächters der Götter und Stammvater der Menschen.
© Varuna Holzapfel 2011.
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